Gedanken Maske – Freiheit oder Corona

maske

Zugegeben ein wenig provokant. Lange habe ich mich geziert. Sowohl vor dem Bloggen als auch um einen Betrag zu Corona. Zum einen, weil es nicht so ganz leicht und sogar gefährlich ist, Philosophie auf aktuelle Ereignisse herunterzubrechen, zum anderen aber auch, weil sich jeder über dieses Thema äußert und das meiste kaum des Lesens oder Hörens wert ist. Aber wenn es stimmt, dass Philosophen nicht in Elfenbeintürmen leben und nicht nur etwas zu sagen oder meinen haben, sondern vielleicht sogar etwas aussagen können, dann muss ich mich dieser Herausforderung heute stellen. Wer schweigt, sagt billigend Ja. Wer untätig ist und die Entscheidung anderen überlässt, vertagt die Verantwortung und damit zugleich die Freiheit.

Punkt eins: Ich respektiere die Meinung anderer, doch in der reflektierten Wahrnehmung herrscht metaphysische Obdachlosigkeit a priori. Die Paradoxie scheint durch die Annahme einer Pandemie vorbestimmt, der Virus den Geist zu spalten. Fachleute wie Virologen widersprechen sich fortlaufend – Philosophen machen dies auch, argumentieren jedoch stringenter. Die Maßnahmen sind daher umstritten, instringent bis inkonsequent, lokal uneinheitlich und tragen zu einem Klima allgemeiner Hysterie, Arbeitseinschränkung, Testausweisung bis zur angedrohten Impfverpflichtung und, ich muss es leider ungeschminkt sagen, Verdummungspotenzierung, bei. Mehr Info in der Produktion bedeutet weder mehr Transparenz noch Qualität bei der Rezeption und eine quantitativ größerere Reichweite ermöglicht noch lange nicht das Vor- Ein- und Durchdringen in jene Sphären , die Neurowissenschaftler im Hypothalamus lokalisieren, der das vegetative Nervensystem steuert mit seinen Drüsen , die wiederum für die Ausschüttung von Hormonen verantwortlich sind.

Punkt zwei: Vor nicht allzu langer Zeit hat man die Seele noch in der Zirbeldrüse vermutet und ihr Gewicht auf 21 Gramm taxiert. Vor dem Tod soll, so die Untersuchung von Ärzten, die Seele schwerer gewogen haben als danach. Vielleicht forscht man heute bereits, ob sie durch Coronabefall leichter wird. Nein, ich bin kein Zyniker. Jonas schreibt in „Das Prinzip Verantwortung“: Wer den Tod abschaffen will, der muss auch das Leben abschaffen – metaphorisch im Keim ersticken. Argumente sollen abgewogen, auf den Prüfstand erhoben und stets neu gewichtet werden. Alles wird untersucht, auch Freiheit, die örtlich unbehaust, heimatlos will es scheinen, nirgendwo aufzufinden ist. Sie und die Seele in den Köpfen gleich den Ideen zu wiegen erscheint nicht abwegiger, als Freiheit durch einen Virus einzudämmen, zu beschneiden, zu kastrieren und zu entdemokratisieren. Platon, der die Seele mit der Idee verbindet, hielt nichts von Demokratie. Popper (ein durchaus sachlicher Analytiker) bezeichnet ihn daher als Begründer des Totalitarismus. Dass Platon nicht das System, sondern den Menschen mangelnde Reife unterstellte, verschweigt er .

Punkt drei: Wir wissen selbst in den Naturwissenschaften, die exakter sind als die unserer Branche des Geistes (Denker von Gewerbe), nicht genau, was passiert oder weshalb und schon gar nicht, wozu es gut ist. Stoffliche dinge lassen sich meist besser greifen und begreifen als Intelligibles. Die aristotelischen Maßnahmen greifen nicht, die intellektuale Anschauung versagt, wenn Einbildungskraft auf Fantasie und Horrorszenarien reduziert wird. Die Restriktion hat Erfolg, denn medizinische Versorgung greift in technokratischen wie -logischen Nationen besser als in Schwellenländern, wo alles, vor allem die Hygiene, naturgemäß langsamer vorankommt, infolge des Trägheitsgesetzes oder der ererbter Entropie, die selbst der dialektisch historische Materialismus weder abzuschaffen noch zu leugnen vermag. Nicht nur Energie wird, wie mathematisch bewiesen ist, erhalten und lediglich transformiert, auch Abhängigkeiten, Interpedenzen und, wenn man so möchte, schlechtes Karma. Der Wahnsinn schreitet regressiv fort, diese Menschen in früheren Entwicklungsländern (heute ist diese Terminologie mit political correctness unvereinbar, die Entwicklung ist schließlich fort, aber nicht fortgeschritten) werden durch Corona-Maßnahmen weiter demaskiert. Aufgrund der Hebelwirkung potenzieren sich dort bekannte Probleme wie Armut, Unterversorgung und Mortalitätsrate. Die Bevölkerung verjüngt und vermehrt sich dynamischer als ohnehin.

Punkt vier: Wenn selbst eine niederländische Gesundheitsministerin sagt, so lange unbewiesen ist, dass Masken überhaupt vor dem Virus schützen (deren Verbreitung eindämmen), werden sie kein Gesetz oder obligatorische Verordnung, sollte man zumindest in demokratisch gewählten Regierungen darüber nachdenken, ob nicht neben der Unschuldsvermutung auch die bereits dokumentierten und dem gesunden Menschenverstand bekannten Risiken gegen den Maskenterror und nicht nur für die der Gedankenlosigkeit angeklagten Menschen in einem Rechtssystem gelten sollten. Schließlich steht der Rechtsstaat auf dem Spiel, aus dem längst Ernst geworden ist, nicht unbedingt tödlich, aber todesbeschwörend und fürchtend, fast wie im Mittelalter. Nur König Artus lässt auf der Suche nach dem heiligen Gral noch die Gäste seiner Tafelrunde warten, und ob seine Ritter die ehrenwertesten sind, bleibt ungewiss.

Was hat die Maske mit dem Freiheitsentzug und dieser mit dem Rechtsstaat zu tun und wozu der Verweis auf Schwellenländer, das Gewicht der Seele oder den Gral u.s.w.? Zunächst will diese scheinbar wahllose, für Chaos sorgende, Verkettung einzelner Phänomene und Gedankensplitter gleich einer Abbreviatur deutlich machen, wie willkürlich Argumente wie Schlagworte in einem komplexen Themenfeld behandelt werden. Angedeutet wird damit das Ende eines Meinungspluralismus, dessen Surrogat der Meinungspleonasmus ist, denn zumindest die öffentlichen Medien haben sich auf Stillhaltetaktik gegenüber den Alarmparolen geeinigt. Deutschland hat Tradition darin zu gehorchen, das Wort Weltschmerz ist sogar patentiert als unübersetzbar.

Camus spricht von der Logik des Absurden, die nichts mit einer absurden Logik gemein hat und doch stets mit ihr verwechselt wird. Schließlich sollen wir uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen, obgleich dieser scheinbar nichts tut, weil er nichts zur Veränderung seiner Lage tun kann. Doch wer so denkt, hat weder den Mythos noch Camus verstanden.  In diesem Fall besteht die Logik des Absurden in der Kettenreaktion, die das Leid, das man aus der Welt tilgen möchte, nur verschlimmert und zugleich das schwächt, was Erleichterung verschafft. Derzeit erschwert die kurzfristig angelegte Politik der Passivität und des zunehmenden Bürokratismus nur den persönlichen Weg, langfristig mit dem Absurden leben zu können und sich lebenslang zu entwickeln. Sie verwechselt Hingabe an das Leben mit Auf- und Preisgabe an den Tod. Die Logik des Absurden besteht in der Annahme der Hoffnungslosigkeit bei gleichzeitigem Glück und Empörung oder Revolte für die Freiheit gegen das vermeintlich unvermeidbare Schicksal, das nur Not und keine Wende kennt. Eine Hoffnung aber bleibt, die Kafka „das Zögern vor der Geburt“ genannt hat.  Eine Entschlossenheit, von der der Malraux sagt: Man kann nicht mit der Macht flirten, man muss sie heiraten.

Dem gegenüber existiert eine absurde Logik. Sie besteht im urteilenden Menschen seit dem Sündenfall, der Eva als eine Rippe von Adam bezeichnet, folglich als einen Teil von ihm als dem Ganzen und dennoch die Verführung mit ihr beginnen lässt als ein abgespaltenes Wesen. So wie Eva sich von Adam abgespalten hat, was den Geschlechterkampf und die Suche nach der (Selbst) Vervollkommnung nach sich zieht, hat sich der moderne homo sapiens von seinem göttlichen Ursprung getrennt, zumindest entfremdet und so sucht der entfesselte Prometheus nun den Stein des Weisen, der ihn heilt, ganz macht und unversehrt lässt immer im Außen, nie in sich selbst. Selbstheilungskräfte müssen nicht herbeigebetet werden, ein Rezept für sie existiert nicht, Nebenwirkungen bleiben. Der Mensch fühlt sich immer schuldig und braucht dazu eine Religion, um zu sühnen oder Schuld zu erklären (meist auch zu verlagern), denn aus der Welt zu schaffen ist sie nicht, wie alles Absurde seinen Sinn im Dasein behält. Eine solche trügerische Hoffnung, die das Handeln vom Diesseits auf die mögliche Erlösung ins Jenseits vertröstet, ist wenig ratsam, selbst wenn das Jenseits in einem Impfstoff nun doch diesseitig gesucht wird, vertagt der Hoffende seine gegenwärtige Existenz , weil er, wenn nicht götter-, so doch götzenhörig geblieben ist. Klaglos nimmt er hin, was zu beklagen wäre. Stattdessen führt er Kriege und Prozesse, Klagen über Klagen gegen den Nachbarn und meist auch Kämpfe gegen sich selbst.

Es geht um den Verlust der Freiheit oder zumindest dem, was davon zu halten ist. Meine Überschrift beginnt mit einem Imperativ, einem Appell. Kategorisch im Sinne Kants: Handle (ich erweitere hier: Denke) dass du wollen kannst, dass dein Handeln (Denken) jederzeit allgemeines Gesetz werden könne. Die Hypothese lautet: Maskenpflicht rettet weder die Welt noch meine Gesundheit, sie wiegt mich und andere in trügerische Sicherheit und wird zu einem Symbol der Anpassungs- und Gleichschaltungsgesellschaft (der Begriff ist durch die NS Sprache verunglimpft, er meint Entindividualisieren). Sie verhindert Quer- und Weiterdenken über den Maskenrand hinaus, sie schafft eine Horizontverengung und falsche Fragestellung, die das Denken des Denkwürdigen untergräbt. Daher, im Anschluss an von Suttner, die damals scheinbar Unmögliches und Naturwidersprüchliches forderte: die Masken nieder. Augen auf, Gehirn einschalten, klar denken, klar sehen, klar erkennen, was geschieht und im Sinne Kant Urteilskraft angemessen agieren und klar handeln, nicht nur reagieren. Angemessenheit und Würde sind mit interesselosem Wohlgefallen an der Glückseligkeit verbunden. Das heißt im Klartext: die Sache muss von sich selbst gedacht und als schlüssig befunden werden. Eine Maske schützt nicht nachweislich und wenn sie es täte, müsste sie in allen Lebenslagen getragen werden, nicht nur situativ oder kontingental.

Der Hypothese, Masken nützen nicht(s) und ihrem Appell, legt sie nieder wie man Waffen niederlegen muss, um Kriege zu verhindern (sie dienen nicht dazu, um ihnen vorzubeugen oder sich vor Krieg zu schützen), folgt die Kernthese: das Umgehen mit Masken, worin sich die hysterische und zugleich  defensive Reaktion mit einem unbekannten Risiko stützt, führt zur bereitwilligen Eindämmung und Beseitigung des vielleicht größten Gutes der Menschheit überhaupt: der Freiheit. Bevor der Gedanken pro und contra weitergeführt wird, gilt es darzulegen, was Freiheit substanziell ist.

Grundlegend verwechseln viele Freiheit mit Willkür und auch mit Befreiung von etwas, sei es Schulden moralischer oder pekuniärer Art, dem Losgelöstsein von Verantwortung oder verhassten Konventionen, daher verstehen sie nicht, dass dies nur die negative Seite der Freiheit inkludiert. Positiv vermeint Freiheit sowohl Gemeinschaftssinn und Solidarität, womit die Transzendenz von Ich zum Du oder Wir einhergeht, die letztlich volks- und staatenbildende Voraussetzung bildet, als auch mentale Grenzüberschreitung für sich selbst. Ein freier Mensch darf sein wie er ist und noch mehr, er darf sich entwickeln, wie er es braucht und kann, in seinem Tempo. Freie Meinungsäußerung wird häufig missbraucht, weil sie, philosophisch betrachtet, auf Unfreiheit, sprich Unmündigkeit und mangelnder Authentizität beruht. Ohne die vielzitierte Manwelt zu entvölkern und zu sehr in milieubedingten Sümpfen klares Wasser zu suchen, soll hinter die Maskerade geblickt werden, über die Fassade hinweg, die wir unser bürgerliches Recht nennen, das sich häufig in der Sympathie- oder Antipathie Bekundung erschöpft. Das Gütesiegel frei sieht sich wie einst der Label Bio zweckentfremndet. Freie Menschen oder frei Meinungen, freie Wahl, alles wird inflationiert und damit entwertet. Was Substanz ist, verkommt zur Akzidenz, was Priorität genießen sollte, stumpfe Rhetorik und Appendix. Reziprok ist die Freiheit nur dann absolut, wenn sie für alle gilt; gleich einem Virus kennt sie weder Grenzen mit Pass- und Gesundheitskontrollen, noch lebt sie von allein, sondern bedarf eines Mediums, eines Trägers, nicht virtuell, sondern leiblich, organisch, lebendig.

Nietzsche wurde pervertiert, daher ist jedes System und selbst jeder einzelne Gedanke durch Ideologisierung bis ins Krankhafte und Absurde verkehrbar. Ein Satz wie „Gott ist tot endet“ nicht mit dem Punkt, bestenfalls seine Syntax, denn der dahinterstehende Gedanke vermag nur durch den Kontext erschlossen zu werden. In diesem Fall genügt der Folgesatz: „Ich fürchte, wir werden ihn nicht los, so lange wir noch an die Grammatik glauben“.  Der Satz könnte auch lauten: Corona existiert nicht. Ich fürchte, wir werden Corona haben, so lange wir leben. Manch ein Demonstrant fordert die Abschaffung von Corona. Das ist ebenso lächerlich wie Gottes Tod zu verkünden. Gemeint war und ist eine, über die wörtliche Aussage hinausgehende Metaussage, die weder verifiziert noch falsifiziert werden kann. Es ist die Bitte um die Rückkehr zur Normalität, verbunden mit dem dringlichen Appell dem gesunden Menschenverstand zu folgen. Freiheit betrifft nicht nur die Unversehrtheit des eigenen Körpers oder den Schutz der Gegenwart, sondern, das ist entscheidend, die der gesamten Welt und für alle Zeiten. Sie ist unteilbar und auch nicht temporär oder räumlich zu parzellieren. Die Maske hingegen, Symbol für eine verfehlte Kommunikations- und Erstickungspolitik, eine Prothese und nicht einmal Mittel zum Zweck, hat nur einen Grund: sie lässt unser Gesicht, unsere Haltung, unseren Mut verschwinden, angemessen und interesselos mit den Risiken zu beschäftigen und regulierende Maßnahmen als Ge- und nicht als Verbote zu erlassen.

Die Fakten über Corona, vor allem die Gefahr und wirksame Gegenmaßnahmen, sind empirisch strittig, denn die kumulierend Infizierten werden nicht auf andere Ursachen wie ein defektes Immunsystem überprüft, so dass die Ansteckung mit dem Erreger viele Interaktionen herbeigeführt haben kann. Langfristig haben sich Viren sogar als evolutionsfördernd erwiesen. Was faktisch evident ist, wird entweder übersehen, billigend in Kauf genommen oder soll weniger Wert haben als der Schutz vor Straßenunfällen oder die Reduzierung der Suizidrate, denn damit scheint man sich abgefunden zu haben. Die Rede von Werten der persönlichen wie kollektiven Freiheit schließt die Lähmung von Kultur und den Erstickungstod zahlreicher wirtschaftlicher Impulse ein; das Land liegt brach in einem selbst verordneten Zustand der Apathie, von denen die Massenysterie um das Massensterben ablenken soll.

Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch„. Hölderlin spricht durch Hyperion von den Deutschen als seelenlose Automaten. „Doch uns ist gegeben, auf keiner Stelle zu ruhn„. So rechtfertigt Hyperions Schicksalslied die Krisis als Chance zu einer progressiven Entwicklung der Seele. Einem im Sinn der Aufklärung gebildeten Menschen, der weder an Verschwörung noch Lenkbarkeit oder gewollte Unterwanderung glaubt, muss die unseriöse Art des nervösen Handelns befremden. Der gegenwärtige Umgang, der permanent Katastrophen- und Ausnahmezustand suggeriert, auf das unabsehbare Ende der Normalität insistiert und Skepsis an der politischen Handlungskompetenz eskamotiert, legitimiert sich über den Hinweis auf die universale Bedrohung durch eine angebliche Pandemie. Der Vergleich zu historischen Seuchen wie der Cholera, Pest oder Spanischen Grippe hinkt, aber da es sich für einen seriösen Philosophen verbietet, die Welt in Zahlen aufgehen zu lassen und ein Unrecht durch ein anderes zu rechtfertigen, sei nur der Verweis gestattet, dass diese Krankheiten, die man früher im Tal der Ahnungslosen die Geisel Gottes nannte, mit Ideen begegnete und möglicherweise auch mit Idealen und Utopien, nicht aber einer Dystopie vom virenbeherrschten Zombieland

Der rauchende Esel

Der rauchende Esel

Das Foto zeigt einen Esel auf einem T- Shirt und wer genau hinschaut, kann drei Nüstern statt zwei entdecken. Die Geschichte beginnt am 28 August 2018 in den vulkanischen Cevennen und sie endet am 28. August 2020. Der Weg GR 70 oder chemin de Stevenson bezeichnet die abwechslungsreiche Wanderstrecke zwischen Le Puy en Velay und Alès. Die wichtigsten Stationen auf dieser Wanderung, die der schottische Schriftsteller im September 1878 mit der Eselin Modestine unternahm, führten ihn 14 Tage durch die Cevennen, die er in „Reise mit einem Esel“ beschrieb. Die erste Station laufe ich von Le Puy en Velay 20 km nahe der Loire den rot-weiß markiertem Weg bis Le Monastier sur Gazeille, genau wie der Autor von der Schatzinsel im 28. Lebensjahr, der auch seine liebe Müh und Not mit seiner Gefährtin hatte und am Ende beim Abschied doch geweint haben will.  Das Buch mit seinen Stationen in der Tasche leihe ich mir zu meinem Geburtstag in diesem Dorf auf etwa tausend Meter Höhe einen Esel aus, doch meiner heißt nicht „Die Bescheidene“, sondern Anatole. Bei dem Namen denke ich an den Nobelpreisträger Anatole France und an den Schwerenöter in Schnitzlers gleichnamiger Komödie. Meiner bringt 200 Kilo, acht Jahre Lebenserfahrung, ein entzündetes Ohr, eine Menge Unerfahrenheit und noch mehr Fliegen mit.

Esel kann man bekanntlich nur erziehen und sind nicht wie ihre Artverwandten zu dressieren, woher auch der Ausdruck sturer Esel kommt. Eine Geschichte fällt mir ein. Eine gemischte Gruppe aus Pferden, Eseln und Maultieren wird mit der Eisenbahn transportiert, es kommt zum Zusammenstoß, bei der kein Wagon entgleist, aber die Tiere gehörig durchgerüttelt werden. Alle Pferde geraten in Panik, bäumen sich auf, hoch, schlagen aus, um ihrem Verschlag zu entkommen, wobei sie sich gegenseitig schwer verletzen, die meisten brechen sich die Beine. Die Esel stehen still und zittern, viele von ihnen sterben am Herzschlag oder an einem Schock.  Die Maultiere aber, halb Pferd, halb Esel, geraten weder in Panik wie die Pferde, noch sterben sie durch den Schock wie die Esel; sie stehen ruhig, bis jemand kommt, um die Türen ihrer Wagons zu öffnen. Dann steigen sie gelassen aus und suchen sich etwas zum Grasen. Contenance kann ich von Anatole lernen, das merke ich bald. Aber statt das ich ihn erziehe, unterrichtet er mich in der Eselsschule und am Ende bin ich um zwei Erkenntnisse reicher und dreihundert Euro ärmer.

Die vor uns liegende Strecke hat es in sich: Die Landschaft Velay ist durch Vulkangestein und Hochebene geprägt, Le Gévaudan durch kleine bewaldete Täler und Heide, der über 1600 Meter hoch gelegene  Mont Lozère durch seine Nacktheit, eine Mischung aus Granit und Kalk, zuletzt folgt der Tarn mit seinen zerklüfteten Felsen, bevor es wieder flach auf 150 m Höhe hinabgeht. Der Anfang gestaltet sich holprig, steinig, obschon er auf Asphalt beginnt. Anatole will nicht, natürlich, er muss sich an mich gewöhnen. Verkehr mag er nicht. Seine Grenzen erst recht nicht. Das Prinzip Zuckerbrot und Peitsche prallt ereignislos an ihm ab. Bald ist klar: Ich werde lernen müssen von ihm, viel lernen. Kaum in Bewegung gesetzt wartet das nächste Hindernis: ein Bach, mehr ein Rinnsal Wasser. Es ist heiß, doch Anatole verweigert mir energisch seine Gefolgschaft. So flach und kühl das Wasser auch ist, er bleibt, wo der Pfeffer wächst.

Da sitze ich nun in des Esels Schatten und muss an Dürrenmatt denken, seine abstruse Geschichte um den Streit eines Eselstreibers aus Abdera mit einem Zahnarzt, der nicht für den Schatten des von ihm gemieteten Esels zahlen will, worauf der Eselsbesitzer stur besteht. Die Folge ist ein Prozess, der seine selbstzerstörerischen Kreise bis zu einem Bürgerkrieg immer weiterzieht, bis am Ende die ganze Stadt in Schutt und Asche liegt.  Die Geschichte ist nicht neu, schon Goethes Freund Wieland bindet sie in seine Novellensammlung „Die Abderiten“ ein und vor ihm Demosthenes und Plutarch. Es verhält sich wie mit den Schilda – Bürgern; Vernunft will sich nicht einstellen, vermeintliche Klugheit entpuppt sich als stupide Berechnung. Doch worüber lache ich eigentlich? Mein Kopf hat mich auch nicht so weit gebracht und am Stolpern verhindern können, den, wie Kleist schon sagt, zum Straucheln braucht es nichts als Füße. Am Ende hat der Esel Dürrenmatts schon recht, wenn er angesichts des von Menschen in ihrer Streitlust angerichteten Infernos fragt, ob er der richtige Esel sei. Alles eine Frage der Einsicht und hernach der richtigen konsequenten Entscheidung, denke ich. Anstelle immer nur Probleme zu sehen, könnte die Lösung der richtige Weg sein und mich meinem Ziel nähern. Wie komme ich nun mit Anatole auf das andere Ufer

Esel haben in der Geschichte eine reichhaltige literarische Bedeutung, ich denke da an Christus, der in Jerusalem einreitet, Bruno, der einen Gelehrtenstreit mit seiner Hilfe schlichtet oder Nietzsche, der Zarathustra das Grautier im Ja und Amen Lied als Begleiter zur Seite stellt. An das aristotelische Gleichnis für ein Entscheidungsdilemma und Apuleius´ Legende vom goldenen Esel. Letztere ist die Geschichte von einem in einen Esel verwandelten Menschen, der seinen Verstand behält, vergleichbar mit dem Volksmärchen Kalif Storch von Hauff. Sie gehen nicht über Brücken, weil sie im Fluss durch die gespiegelte Oberfläche nicht erkennen können, wie tief er ist. Eselsbrücken bedeuten metaphorisch Sicherheit und Merkhilfe. Ich hatte in Erdkunde immer Probleme, die Phänomene der Tropfsteinhöhle auseinander zu halten, auch aufgrund ihrer ähnlichen Namen. Stalaktiten wachsen von der Decke, Stalagmiten vom Boden, Stalagnaten sind zusammengewachsen. Die Eselbrücke lautet: Titten hängen, Mieten steigen, eine Naht hält etwas zusammen. Wem das zu schnell geht, der soll mit einem Esel wandern.

Vieles ist anders als bei Stevenson. Er litt unter dem hereinbrechenden Winter und Kälte, Anatole unter sengender Hitze. Wenn er stehenbleibt, kommen vier Gründe in Frage: erstens, er hat Hunger und will sich einen Zweig abzupfen. Man soll einem Esel nach einer Stunde immer eine kleine und nach drei eine große gönnen, so lautet die Eselsregel. Wegen Fressen braucht man nicht zu pausieren, denn Esel reißen sich das vom Weg ab, was sie finden und von einem Schnellschritt ist nicht auszugehen, denn der Esel hat Zeit und mag es gemütlich. Der zweite Grund liegt im falschen Packen begründet. Etwa 20 Prozent ihres Körpergewichtes bildet das Maximum, aber es muss gut verteilt sein, der Riemen um seinen Bauch darf weder einschneiden noch zu locker sein und der Sattel darf weder zu fest sitzen noch hin und her rutschen. Wie im ganzen Leben gilt es auch hier zu halten und von Zeit zu Zeit kleine Korrekturen vorzunehmen.  Der dritte Grund liegt tiefer, meist an den Genitalien, wenn sich Bremsen allzu sehr mit seinem besten Stück beschäftigen oder an Stellen beißen, die seine natürliche Muskelkontraktion nicht zu schützen vermag. Der vierte Grund ist ebenfalls allzu menschlich, Artgenossen kommen vorbei und der fünfte, den erfahre ich auch auf meinem Weg über Stock und Stein, Esel sind Teamplayer und wenn jemand, der zur Gruppe gehört zurückbleibt, dann wartet er auf die Komplettierung der Crew. In unserem Fall sind wir zu dritt, der Esel, meine Frau und ich. Am Besten geht es voran, wenn einer vorne den Takt vorgibt und der andere hinten dafür sorgt, dass dieser Takt auch eingehalten wird.

Was ich von dem Esel lernen kann, ist beachtlich. Zunächst darf man ihn nicht vermenschlichen. Auch wenn ich ihn bürste, streichle, die Hufen säubere, immer für Essen und Trinken sorge und sogar, als sich Vertrauen eingestellt hat, ohne Leine laufen lasse, quasi ein guter Papi für ihn bin, kennt er in unserem Sinne Dankbarkeit nicht. So lange ich mich frage, wieso er so undankbar ist, werde ich Anatole nicht gerecht, denn er zeigt seine Treue auf andere Art, aber nicht darin, dass er funktioniert, wie ich es will. Ich sage am Anfang immer allez und mangez, laufen und fressen, das ist ein guter Kompromiss, doch Anatole ist Franzose und versteht nur mangez, also frisst er vorzugsweise, ohne sich dafür wieder in Marsch zu setzen. Zu glauben, eine Hand wäscht die andere, ist eine menschliche Erfindung, die auch nur bedingt funktioniert, wenn wir ehrlich sind.

Darüber hinaus begreife ich in den Tagen mit Anatole, weshalb wir Menschen die Welt mehr oder weniger regieren, weshalb wir und nicht die Esel Raketen erfinden oder Toiletten oder Häuser oder Fußball. Zum einen: der Esel kennt keine Zeit außer das Jetzt. Er lebt den auratisierenden Moment, ihm allein widmet er seine Aufmerksamkeit. Ob er ihn genießt, bleibt Ansichtssache, auch ob er ihn in meinem Sinn des Nutzens carpe diem versteht, fragwürdig. Doch ein Esel macht keine Pläne, er ist zufrieden mit dem, was er vorfindet und wie es ist. Das bringt Vor- und Nachteile mit sich. Der größte Vorteil: er vergleicht nicht, verliert keine Zeit mit überflüssiger Nostalgie oder Träumerei, die ihn von dem abhalten, was gerade Not tut. Er geht im Handeln und nicht im Grübeln auf. Folglich hat er keine Sorgen, kennt keine Zukunftsängste, bereut nichts. Da er keinen Komparativ kennt, vergeudet er keine Sekunde seines Lebens mit Möglichkeitssinn und Sinnsuche. Er erfindet keine Ausreden, verschiebt nichts, leidet ergo nicht an Prokrastination oder Entscheidungsschwäche wie ich.

Andererseits wird aus seiner Schwäche auch eine Schwäche. Anatole und seinesgleichen werden nie fliegen und keine Häuser bauen, denn ihnen fehlt das utopische Denken. Aus Mangel an Fantasie und Selbstgenügsamkeit entwickeln sie sich nur langsam und wandeln auf ausgetretenen Eselswegen. Zum Führer oder Individualisten eigenen sie sich nicht; sie sind zum Dienen geboren, selbst in der Freiheit, was man unter Philosophen als freiwillige Knechtschaft bezeichnet. Insofern zwinge ich ihn nicht meinen Willen auf, sondern gehe ihm vor wie ein Leitesel, den er zur Orientierung braucht. Willensstärke besitzt er trotzdem, Ausdauer und Beharrlichkeit beweisen es, doch nicht im menschlich bewussten und situationsbezogenen Kontext. Es ist folglich keine Unterdrückung, wenn man dem Esel Weg, Richtung, Geschwindigkeit und Streckenlänge vorgibt. Es ist aber zum Verzweifeln, wenn man nicht weiß, ob das Tier aus Erschöpfung nicht mehr vorangeht oder weil es einfach keine Fantasie hat, wie gut und schön es ist, wenn er sein Ziel erreicht. Ich lerne, was Freuden der Pflicht sind und dass Befehlen oder Vorangehen ihm keineswegs schadet, weil Macht ausüben nicht mit Herrschen zusammenfällt.

Reise ich allein, treffe ich die Prioritäten. Mit Anatole ist es anders. Ich muss an ihn und seine Bedürfnisse denken, eine Eselsunterkunft muss nebst meinem Nachtlager vorhanden sein für seine artgerechte Unterbringung, eine Menge Routine, die für sein Wohlergehen sorgt, steht an erster Stelle: saubere Füße, Felluntersuchung, in seinem Fall medizinische Versorgung durch Antibiotika, eine angemessene Ernährung wie Kraftfutter. Dinge, die nicht am Wegesrand aufzufinden sind und meinen Rhythmus, die Tagesstrecke, mitbestimmen. Was ich lernen muss ist eine Verantwortung, die jene für Hund und Katze übertrifft, andererseits ist der Esel nicht so schutzlos wie ich und ihm wäre auch ein einfacher Baum zum Unterstellen recht. Was ich nicht bedacht habe, ist seine Anhänglichkeit. Kaum weiche ich abends von seiner Seite, beginnt er zu schreien, weil er Gesellschaft gewohnt ist, ein Herdentier, das mich adoptiert hat. Andererseits kann ich nicht auf jedes I-A reagieren, auch das wäre weder menschen- noch eselsgerecht. Ich lerne abzuwägen zwischen seinen und meinen Interessen, irgendwann auch begreifen, dass er Dinge fühlt, die nicht sprachlich kommuniziert werden brauchen oder können. Eine Persönlichkeit bringt er auch mit, die wiederum mit der meinigen interagiert. Ob man da von Charakter sprechen muss? Unbedingt. Anatole, „der aus dem Morgenland Stammende“, hat Charakter, dessen bin ich mir nach 10 Tagen sicher. Insbesondere macht es ihm Freude, mich beim Essen zu stören. Egal was er für Leckereien vorfindet und wohl wissend, dass ich hauptsächlich Wein konsumiere, der ihm nicht behagt, kommt er immer wieder, um seine Nüstern in meinen Proviant zu wühlen, der aus Käse und Oliven besteht. Er sucht und fordert Aufmerksamkeit.

Anatole hat ein feines Gespür dafür, wenn Spannungen in der Luft liegen oder ich nicht weiß, wie ich mich verhalten oder gar entscheiden soll. Meine Schwäche verunsichert ihn, daher ist es gut, nicht nur so zu tun, als wüsste ich, was ich möchte, denn das merkt Anatole, auf Schauspiel und Hypnose fällt er nicht herein, da sind Menschen oft leichter zu manipulieren, auch Mitleid im Sinn von Mitgefühl kennt er nicht. Ich muss wirklich wissen und ihm vorleben, was ich weiß und will. Entschlossenheit ist eine Tugend, dem Esel unterstellen wir Sturheit, aber es ist eine Tugend, die er braucht. Über die täglichen Gedanken artgerechten Umgangs werde ich immer wieder auf mich selbst, auf den gerechten Umgang mit mir selbst, geworfen.

Beim Esel gilt es Nässe zu vermeiden; seine Hufe sind besser an trockene Verhältnisse angepasst als das Pferd. Sorgen beim Abstieg, für Menschen durchaus gefährlich, sind unangebracht, er findet seinen eigenen Weg und muss keine Steine aus dem Weg geräumt bekommen, die Menschen schaden. Der Esel sieht gut bei Dämmerung, aber wie alle Paarhufer kein Rot – der Mythos vom Stier, den Rot rasend macht, hatte ich schon lange zu den Akten gelegt, doch was genau sieht mein Anatole? Da sein Radius als Fluchttier immerhin 340 Grad beträgt, mag er den toten Winkel nicht und schlägt mitunter aus. Wenn man das weiß, erspart sich ein jeder eine üble Überraschung. Esel können die Farben gelb, grün und blau unterscheiden, Orange und Rot sind zu langwellig und Violett zu kurzwellig. Folglich folgt mein Anatole eher Geruch und mitunter auch Windbewegungen, auch ihre Artgenossen erkennen sie sofort am unverwechselbaren Geruch und mitunter auch an der Motorik, die durchaus Nuancen kennt, für die der menschliche Blick keine Verwendung findet. Da Esel verschiedene Laute vom Menschen unterscheiden können, erkennen und hören sie auf ihren Namen, sofern er richtig betont und moduliert wird, nicht abstrakt. Kommen die Geräusche nicht von einer Seite, reagieren die Anatoles dieser Welt argwöhnisch mit latentem Fluchtimpuls.

Auch wenn es unglaubwürdig klingen mag, so hat mir Anatole geholfen, Kontakt zu meinen unmittelbaren Körperwahrnehmungen aufzunehmen, mein Gespür für das Selbst oder Ich zu sensibilisieren und mich im Einklang der Natur zu bewegen. Ich bin ruhiger und aufmerksamer geworden, dankbarer für den Moment. Nicht im Kopf, sondern die Stimme im Herzen kann ich jetzt besser hören. Ich vernehme nicht mehr eine intellektuelle Entscheidung, das Für und Wider der Argumente, sondern weiß wieder, was Intuition und Instinkt sind. Summa summarum habe ich mich in den Tagen mit Anatole wieder auf das Wesentliche beschränken können. Um mit Nietzsche zu reden:

„Du gehst gerade und krumme Wege; es kümmert

dich wenig, was uns Menschen gerade oder krumm

dünkt. Jenseits von Gut und Böse ist dein Reich. Es

ist deine Unschuld, nicht zu wissen, was Unschuld ist.“

Das Dilemma, sich zwischen Heu und Wasser nicht entscheiden zu können, folglich seelisch blockiert zu sein durch zwei elementare, etwa gleich starke Triebe und Bedürfnisse, schleppe ich immer noch mit mir herum, doch vermag ich jetzt gelassener damit umzugehen und gehe dem nach, was im Moment erreichbar und sinnvoll erscheint. Wie die meisten Lehren geht es nicht darum, etwas zu erkennen, weil zwischen kognitivem Sein und Handeln Welten liegen, die sich manchmal sogar lebenslang nie so recht ineinanderfügen wollen, sondern es geht einzig darum, eins zu werden mit diesem einen Augenblick und der Stimmigkeit in mir selbst.

Was hat das mit dem T- Shirt und dem Rauchen zu tun? Prosaisch könnte ich die Geschichte so zu Ende bringen: Zwei Jahre nach diesen Erlebnissen auf dem Stenvensoweg mit Anatole schickte mir ein Freund, mit dem ich im selben Jahr wie Lawrence von Arabien auf Wüstenschifften, sprich Kamelen durch Jordaniens Wadi Rum ritt und in Anlehnung an meine damalige Begeisterung für das Schischa – Rauchen eine Gewürznelkenzigarette schenkte. Beim Anzünden brach der Streichholzkopf ab und entzündete das T-Shirt, das ich gerade zum ersten Mal am Leibe trug, so dass sich ein Loch in die Baumwolle einbrannte, das sich nun zwischen den Nüstern des Esels befindet.

Ohne Anatole wäre meine Lebensphilosophie, Nietzsche zum Trotz in Selbstabwertung, Selbstbeschuldigung und Sinnhinterfragung verfallen, Demoralisierung auf allen Wegen. Dank Anatole denke ich nur, genieß den Moment, lerne, ein Streichholz nach vorne, vom Körper wegzuführen oder dein dir wertvolles Hemd auszuziehen, wenn du Ungewohntes vorhast. Blicke nicht zurück und fühle dich schuldig oder beklage dein Missgeschick. Der Tag ist gut so, wie er ist. Das Loch passt zu mir und der Reise mit Anatole, zudem sitzt es auf dem besten Platz und bildet ein so genanntes Unikat bildet. Wir alle sind einzigartig und so viel mehr wert als die Summe unserer Taten.

Carpe diem

Links: https://www.youtube.com/watch?v=V1NffuW9_qA

https://www.fernwege.de/f/stevenson/etappen/index.html

Glück

Wer würde es nicht lernen wollen, wie es geht, das Glücklichsein? In der Schule wird man für vieles vorbereitet, auf das eigentliche Leben und den Umgang mit uns selbst leider nicht. Wir Deutschen sind nicht glücklich. Regelmäßig hängen uns in den Studien bei der Volksbefragung die Skandinavier und Niederländer ab. Weltweit rangieren Länder wie Burma oder Indien weit vor uns…

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